Keine Caches mehr in Naturschutzgebieten

Jena ist nicht nur Thüringen- oder Deutschlandweit, sondern sogar Europaweit eine einzigarte Region was Flora und Fauna betrifft. Es gibt eine Pflanzen- und Tierwelt, die es teilweise nur hier gibt, vor allem bedingt durch die Lage der Saalestadt. Ein nicht unerheblicher Teil davon steht auf der Roten Liste. Da diese Arten besonders schützenswert sind gibt es, wie vielen bekannt sein dürfte, eine ganze Reihe von Naturschutzgebieten in und um Jena.

Mittlerweile ist eine Cachesättigung eingetreten, die für die Naturschützer noch in Ordnung ist, aber nicht weiter vorangetrieben werden soll. Waren bisher Caches in Naturschutzgebieten noch erlaubt, sofern sie am Weg lagen, wird das in Zukunft nicht, bzw. kaum mehr möglich sein. Caches, die bereits liegen, haben aber Bestandsschutz, sofern sie guidelinekonform sind.
Der Thüringer Reviewer Servatius Sebaldus wird deshalb bei Cachefreischaltungen in der Jenaer Region besonders darauf achten, dass die Bestimmungen eingehalten werden und im Falle, dass der Wunsch besteht in und um Jena eine Dose auszubringen, auf die Naturschutzgebiete achten und im Falle dessen, dass die Koordinaten in eines reinfallen an die Untere Naturschutzbehörde verweisen, bei der eine Genehmigung eingeholt werden muss.

Bevor man sich also die Mühe macht ein Listing zu schreiben und andere cacherelevante Dinge auf den Weg zu bringen, ist es nicht verkehrt vorab selbst bei Herrn Blank (Mail: juergen.blank@jena.de, Tel: 03641 49-5253) nachzufragen und sich die notwendige Genehmigung einzuholen. Ein Blick vorab auf die Grüne Karte zeigt die Lage der zahlreichen Naturschutzgebiete. Weiterhin sehr nützlich ist der Geoproxy Thüringen. Dort kann man nach etwas Einarbeitung in die Steuerung der Seite die Infos zu den einzelnen Gebieten sogar noch genauer bestimmen.

Neue Caches werden nicht prinzipiell abgelehnt. Für eine gute Idee und im Sinne einer vernünftigen Umsetzung kann man die Genehmigung bekommen. Man muss sich aber auch im Klaren sein, dass vor allem im Sinne der Flora und Fauna gehandelt wird und eine Cacheidee, so gut sie auch sein möge, immer zuerst den Interessen des Naturschutzes genügen und eventuell hinter denen zurückstecken muss.

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